Eingang ins AussichtsReich I

Mit dem Wort ‚Reich’ sollen keltische Stämme sowohl ideellen als auch materiellen Reichtum verbunden haben. Bis heute bedeutet es über Territorialität hinaus auch die Beherrschung eines Gebietes. Erst wenn ein Regelwerk es ordnet und Institutionen vorhanden sind, die die Ordnung aufrecht erhalten, ist das Gebiet ein Reich. Es wird vergrößert oder verteidigt, aber sicher ist nur, dass es über kurz oder lang wieder verloren wird oder zerfällt. Weiterlesen

Kasseler Kunst-Gang II

Der Shuttle-Bus fährt die Frankfurter Straße hinunter ins Fuldatal und dort zwischen Fluss und Karlsaue den Auedamm entlang bis zu Claes Oldenburgs überdimensionaler blauer Spitzhacke, die seit der documenta 7 im Ufer steckt. Wieder hinauf und am Theater vorbei fahre ich bis zum Steinweg, esse lauwarme asiatische Nudeln, weil der Imbiss einen Stromausfall hat und beginne die zweite Runde. Weiterlesen

Kasseler Kunst-Gang I

Zehn Meter lang ist die Warteschlange vor der documenta-Kasse am Bahnhof, als ich mich einreihe, siebzig oder achtzig Meter, als sie Viertel vor Zehn öffnet. An den letzten Samstagen, höre ich, sei es ähnlich gewesen. In zwei Wochen wird die Kunst-Schau schließen und ich beglückwünsche mich, nicht bis dahin gewartet zu haben. Weiterlesen