Nash-Gleichgewicht

Das Nash-Gleichgewicht „beschreibt in nicht-kooperativen Spielen eine Kombination von Strategien, wobei jeder Spieler genau eine Strategie wählt, von der aus es für keinen Spieler sinnvoll ist, von seiner gewählten Strategie abzuweichen.“ Daher ist „jeder Spieler auch im Nachhinein mit seiner Strategiewahl einverstanden“ und „würde sie wieder genauso treffen. Die Strategien der Spieler sind demnach gegenseitig beste Antworten.“ Insofern sind die Spieler und ihre Strategien verlässlich. Strukturen, die daraus folgen, haben gute Chancen, dauerhaft zu sein. Weiterlesen

AntWorte für die Tochter

Du schreibst:

1. Egal ob du mir dazu raten oder davon abraten würdest, ich habe entschieden, auch wei­terhin mit B. zusammen zu bleiben.

B. hat mir seine Version des Vorgefallenen erzählt. Deine kenne ich nicht, kann die Situation demnach gar nicht beurteilen. Allerdings ist mir nichts Menschliches fremd, und dieses Menschliche ist ein sehr sehr weites Feld. Zu etwas raten oder von etwas abraten werde ich nicht, denn du hast ja schon deine Entscheidung ge­troffen. Weiterlesen

knappe Ressourcen

Knappe Ressourcen erscheinen verhängnisvoll. Logisch erscheint, dass es dadurch ein Ding der Unmöglichkeit wird, im weltweiten Zugriff von Kapitalismus und Nationalstaat (der längst ein Würgegriff ist) die Zukunft zu erreichen. Eben darin aber, in der größer werdenden Not, sehe ich die Chance auf Zukunft wachsen.

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„Blumen für Algernon“

Charles Gordon, Mitte 30, ist eine anrührender Mensch, gutmütig, gutwillig, nur die Natur hat ihn mit einem bescheidenen IQ von 68 leicht vernachlässigt. Charly, alle Welt nennt ihn so, lebt allein und arbeitet als Kloputzer in einer Fabrik. In der Abendschule will er lesen und schreiben lernen und fühlt sich erwärmt von der verständnisvollen Lehrerin Miss Kinnian. Ihretwegen lässt er sich auf Tests mit zwei Ärzten ein, die ihm die Labormaus Algernon vorstellen, deren Intelligenz nach einer Hirnoperation die seine um ein Vielfaches übertrifft. Er ist einverstanden, dass sie die gleiche Operation an ihm vornehmen und bald ist er in der Lage, die Welt und sich selbst in hohem Maße zu erkennen. Weiterlesen

Christian Führer

Wer ist ein Held? Der Glanz und Kranz begehrt? / Der Großes tut, daß man ihn lobt und ehrt? / Der gar sein Leben wagt für Preis und Ruhm? / Gewiß, auch so erwuchs schon Heldentum. // Der wahre Held jedoch scheut Ruhm und Ehr‘; / ihm gilt sein Tun und dessen Wirkung mehr.“ Weiterlesen

Ai Weiwei mit „Evidence“

Anzeichen, Befund, Bekundung, Beleg, Beweis, Beweismittel, Beweislast, Hinweis, Nachweis, Indiz, Zeugnis sind Übersetzungsvorschläge für das englische evidence. Sie alle finde ich aufbewahrt in der Ausstellung „Evidence“ des chinesischen Künstlers Ai Weiwei, der Bilder, Bücher, Filme, Fotos, Skulpturen, Installationen und Bauwerke schafft, in denen er sich mit seiner (gesellschaftlichen) Umgebung auseinandersetzt. Um sich in ihr zu begreifen, um seine Koordinaten zu bestimmen, seine Position. Um sie zu behaupten und um sie in Frage zu stellen. Weiterlesen