Kurban Said „Ali und Nino“ I

Eine „leidenschaftliche Ethnoromanze“ nennt die Internetausgabe der Tageszeitung „Die Welt“ den Roman „Ali und Nino“. Seine Entstehungs- und Veröffentlichungsgeschichte hält  der Verfasser des Beitrages für abenteuerlicher als den Roman selbst. Dieser erschien 1937 unter dem Pseudonym „Kurban Said“ in deutscher Sprache in Wien, ging während des Zweiten Weltkrieges verloren, tauchte in den 1970er Jahren erst als Rückübersetzung aus dem Englischen wieder im deutschen Sprachraum auf und erschien im Jahr 2000, Anlass des Artikels in „Die Welt“, in originaler Fassung im Ullstein Verlag. Weiterlesen

Politik

„Mich interessierte das Regieren: Wie führt man ein Land? Politik, also Menschen zu manipulieren, war uninteressant“, sagte der ehemalige französische Staatspräsident Valerý Giscard d’Estaign 2013 in einem Gespräch mit Altbundeskanzler Helmut Schmidt.

Blickwechsel oder Ortswechsel

Immer wieder muss ich erklären, dass das Wort „Linkszeit“ kein ideologisches Bekenntnis ist, sondern, mit den Worten von Gilles Deleuze, die „Umkehr der Wahrnehmung von sich aus auf die Welt hin“ meint. Ohne diese Umkehr der Wahrnehmung werden wir immer nur versuchen, unsere „europäischen Privilegien“ zu verteidigen. Weiterlesen

wundern

Gestern hat mich eine gute Bekannte zum gemeinsamen wundern eingeladen. Auf dem Weg ins Leipziger Lukas-Café am Augustusplatz, wo man in einem Atrium in bequemen Sesseln oder Doppelsitzern stundenlang bei einer Tasse Kaffee zubringen kann, habe ich mir mit meinem manchmal sonderbaren Wortverständnis vorgestellt, dass es dabei nicht ums Staunen, sondern ums Wunder tun ginge, so wie es unsere Phantasie oder Verzweiflung gern irgendwelchen Heilern oder Heiligen unterstellt. Weiterlesen