leichter Abschied

Für heute Mittag habe ich meine Kolleginnen und Kollegen vom Kulturamt, den Kulturdezernenten und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu einem Beisammensein mit Buffet in unseren Beratungsraum eingeladen:mit KollegInnen von Kulturamt u. Dezernat, 28.08.2014

Hier meine Worte zum Auftakt und zum Abschied von diesem Arbeitsplatz:

„Ich denke, ich bin lange genug hier, um mir eine kurze Rede leisten zu können. Ich freue mich, dass Sie meine Einladung angenommen haben. Der Anlass, mein Arbeitsende, ist für mich vor allem der Übergang von unfreiwilliger in freiwillige Betätigung. Also ein erfreuliches Ereignis.

„Jean-Paul Sartre, mit dem ich zu Beginn der 1970er Jahre im Kopf erwachsen wurde, schreibt in seinem literarischen Meisterwerk Die Wörter: Die Kultur vermag nichts und niemanden zu erretten, sie rechtfertigt auch nicht. Aber sie ist ein Erzeugnis des Menschen, worin er sich projiziert und wiedererkennt; allein dieser kritische Spiegel gibt ihm sein eigenes Bild. Da denke ich sofort an eine gewisse Königin in einem gewissen Märchen und frage mich, ob ein solcher Spiegel besser in einer exklusiven Kemenate oder besser in öffentlichen Händen aufgehoben ist.

Als ich vor 14 Jahren von einer Eingemeindungswelle aus der Umlandgemeinde Mölkau in das Leipziger Kulturamt gespült wurde, war mir schon klar, was mich in einer großen Verwaltung erwartet. Dass ich mich dennoch darauf eingelassen habe, war damals meine Entscheidung. Dass ich es so lange darin ausgehalten habe, hat allerdings einen Gutteil mit ihnen zu tun.

Ich danke ihnen sehr für ihre Kollegialität in diesen Jahren und besonders für Gespräche, die über Dienstliches hinausgegangen sind. Ich wünsche ihnen für die Zukunft persönlich alles Gute und beruflich – ob hier oder anderswo – möglichst sinnvolle Arbeitsaufgaben. Darauf möchte ich gern mit Ihnen anstoßen: auf ihr Wohl!“

mit Kulturdezernent Michael Faber

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.