gehaltvolles Bloggerfrühstück

Beitrag von Dr. H.-J. Körting

Die Probleme unserer Gegenwart sind sehr komplex und schwer zu analysieren. Mitunter verlässt einen der Mut, sich um eine Änderung der Situation zu bemühen. Dabei ist es eigentlich jedem selbst überlassen, inwieweit er sich einbringt. Man kann aber auch die Probleme auf konkrete Situationen herunterbrechen und dennoch zur Aufklärung beitragen. Zudem noch unterhaltsam zu sein, ist ein Vorzug erfolgreicher SchriftstellerInnen.

Der Autor (links) und Ursula Poznanski (2. v. rechts) beim Bloggerfrühstück

Mit dem Buch „Erebos“, das als Jugendbuch konzipiert wurde, hat Ursula Poznanski die Lust der Sucht und die Gefahr von Computerspielen eindrucksvoll dargestellt. Das Buch saugt den Leser in die Geschichte hinein und lässt ihn trotz Happyend mit einer dunklen Ahnung zurück. Das besondere daran ist, dass Jugendliche solche Bücher auch gern lesen. Dazu gehören „Layers“ und „Saeculum“ derselben Autorin. Auf ihr nächstes Jugendbuch, das im Herbst erscheinen soll, darf man gespannt sein.

Mit Beatrice Kaspary und Florin Wenniger hat Ursula Poznanski ein interessantes Ermittlerteam  im Dezernat „Leib und Leben“ der Polizei Salzburg erschaffen. Der dritte Band „Schatten“ ist gerade erschienen. Schreibweise und Ideenreichtum, sowie die psychisch-suggestive Erzählweise erzeugen beim geneigten Leser Suchtcharakter. In „Schatten“ werden die Geschichten „Blinde Vögel“ und „Fünf“ fortgesetzt. Hier findet man eine besonders perfide Variante des Geocaching als Methode für Mord, oder eine Facebook-Gruppe für Lyrik, deren Postings geeignet sind, Tod zu bringen. Also Thriller vom Feinsten mit durchaus vorhandenem Erkenntnisgewinn.

Eine weitere Steigerung im Thriller-Metier sind die bisher zwei Bücher „Fremd“ und „Anonym“, die gemeinsam mit Arno Strobel entstanden. Psychischer Terror und extrem kriminelle Energie halten den Leser von Anfang an unter Spannung. Das schlimme ist, dass diese Geschichten gar nicht so weitab der Realität liegen, in der Gefahren durch „Organisierte Kriminalität“ oder das „DarkNet“ lauern.

Dank dem Rowohlt-Verlag war es möglich, Ursula Poznanski anläßlich der Leipziger Buchmesse persönlich kennenzulernen und mit ihr über die Entstehung ihrer spannenden Bücher zu plaudern. Einige junge Blogger waren der Einladung gern gefolgt, und es gab eine heitere Diskussion bei Kaffee und Snacks. Frau Poznanski erfüllte meine Erwartungen und antwortete frei, offen und humorvoll auf alle gestellten Fragen.

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