knappe Ressourcen

Knappe Ressourcen erscheinen verhängnisvoll. Logisch erscheint, dass es dadurch ein Ding der Unmöglichkeit wird, im weltweiten Zugriff von Kapitalismus und Nationalstaat (der längst ein Würgegriff ist) die Zukunft zu erreichen. Eben darin aber, in der größer werdenden Not, sehe ich die Chance auf Zukunft wachsen.

Jeder beklagt den Mangel auf seinem Niveau, aber in einer Art cloud könnte er sich so verdichten und verallgemeinern, dass er die fatalen Hierarchien, die zerteilen und vereinzeln, systematisch ruiniert. Im Verbund mit unserem Verstand könnte der Mangel im Meer der Gier Inseln entstehen lassen, die auf Nachhaltigkeit beruhen und ein Denken und Handeln wertschätzen, das nicht mehr auf die Verherrlichung des Augenblicks angewiesen ist.

Auf Allmende gründende Gemeinschaften zum Beispiel haben keinen Grund mehr, sich territorial abgrenzen und voreinander schützen zu müssen. Stattdessen können sie in physischen und virtuellen Netzen agieren, die in lokaler Balance sind und deswegen global verträglich. In der Art der Schwarmintelligenz lassen sich in ihnen über nachbarschaftliche Kontakte weltweite Interaktionen koordinieren und soziale Gleichgewichte herstellen. Die Struktur dieser Gemeinschaften ist rhizom, das heißt jeder ist persönlich eingebunden und verantwortlich. Er muss nicht assimiliert werden. Seine Individualität und Kreativität ist erforderlich. Er braucht, wenn daraus eine anerkannte Lebensweise wird, dann auch keine Sorge ständiger Bedrohtheit durch andere (Individualitäten) mehr zu haben.

Ein Gedanke zu “knappe Ressourcen

  1. Sehr interessanter Denkansatz. Nur sind die Menschen in ihrer Mehrheit dafür geeignet und willens? Aus Erfahrung scheue ich vor dem nicht zu verhindernden Missbrauch zurück. Ohne (psychopathische) Vorreiter wird es nicht werden.
    Ich stimme zu, dass es unsere einzige Chance ist der sinnlosen Verschwendung, die wir in Teilen der Welt haben, Einhalt zu gebieten.
    Auch hier ist Vernetzungshilfe gefragt!

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