zwei Zukunftsretter

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In seinem Projekt „Instituto Terra“ rekonstruiert Sabastião Salgado seit 1999 auf einer Fläche von 600 Hektar Atlantischen Regenwald. Salgado, der Wirtschaftswissenschaft studierte, bevor er als Fotograf mit Bildbänden wie „Workers“, „Exodus“ oder „Migranten“ weltweit bekannt wurde, tut das gemeinsam mit seiner Frau Lélia, ihrem Sohn Juliano und weiteren HilfReichen auf der Bulcão Farm bei Aimorés. Die 450 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro gelegene Familienfarm war wie viele in der Region am Ende des Jahrhunderts durch rücksichtslose Viehhaltung verwüstet. Der Boden war ausgedörrt, das Wasser verschwunden und mit ihm ein üppiger Bewuchs samt allem, was in ihm hauste. Weiterlesen

Deichläufer

In der vergangenen Woche trafen sich in Potsdam Wissenschaftler aus aller Welt, um die möglichen Folgen des Klimawandels zu besprechen. Einig sind sie sich darin, dass er kommt, dass er schon begonnen hat und dass die Menschen ihn verursachen oder beeinflussen. Strittig ist, wo, wann und mit welchen Folgen das geschlossene System Erde darauf reagieren, wie die Natur sich verändern und die vertrauten Verhältnisse, in denen wir unser Leben eingerichtet haben, zerstören wird. Strittig ist, welche Vorkehrungen wünschenswert oder notwendig sind, um unsere Lebensqualität zu behalten. Sie für uns zu erhöhen, wird wahrscheinlich nur noch temporär und punktuell möglich sein, ganz sicher aber stets auf Kosten anderer. Weiterlesen

Fußabdruck und Artenschwund

Seit den 1970er Jahren wird diskutiert, ob die Belastung der Erde durch die Menschheit tragbar ist oder zum ökologischen Kollaps führt. Mit dem „ökologischen Fußabdruck“ fand Mathis Wackernagel vor knapp 20 Jahren einen Weg, diese Belastung für jeden Einzelnen zu berechnen und mit der Tragfähigkeit der Erde zu vergleichen. Dass wir auf viel zu großem Fuß leben, ist kein Geheimnis mehr. Im Beitrag „Fußabdrücke“ habe ich davon geschrieben. Weiterlesen