Glätte

Ob Konsumerzeugnis oder Kunstwerk, Display oder Haut, glatte Oberflächen sind für den zur Zeit in Berlin denkenden Philsophen Byung-Chul Han (dessen kürzlich erschienene handliche Schrift „Transparenzgesellschaft“ ich jedem empfehlen kann) ein markantes Indiz für ein „Zeitalter des ‚Like‘“, wie der ‚Gefällt mir-Button‘ auf dem Facebook, der eine Kommunikation anregt und beschleunigt, die in eine „Kultur der Gefälligkeit“ mündet. Glätte statt Kratzern, statt Verletzlichkeit, statt ernsthafter Zuwendung, die unter die Haut geht, die eindringt, durchdringt, die Gefühlstiefen ausloten will, Liebe entstehen lässt oder auch Zorn. Weiterlesen

das Kulturhaus II

Mit ihrem Film „An der Saale hellem Strande“ wollen die Filmemacher in allerschönster Unbescheidenheit mehr als nur Vergangenheit dokumentieren:

Wenn wir damit bei den ehemaligen Bürgern der DDR Bekanntes wieder wachrufen, nämlich die Atmosphäre jener Zeit, und damit zum Nachdenken über ihre eigene Geschichte anregen; wenn die Bürger der alten Bundesrepublik sagen, so etwas haben sie über den Osten noch nie gesehen und damit Verständnis für die Lebensverhältnisse und Achtung für die Leistung der anderen aufbringen können, dann haben wir unser Ziel erreicht“. Weiterlesen

das Kulturhaus I

Das Kulturhaus war in der DDR ein selbstverständlicher Freizeitort für Kinder, Jugendliche, Werktätige und Senioren. Mehr als eintausend dieser Mehrzweckeinrichtungen gab es in den 1980er Jahren. Getragen von Kommunen, Gewerkschaften oder Großbetrieben, verfügten sie in der Regel über einen Saal mit Bühne, eine Bibliothek, Räume für Zirkel und Arbeitsgemeinschaften und eine stilvolle Gastronomie. Weiterlesen