Wen wählen?

An der letzten Bundestagswahl habe ich mich nicht beteiligt. Warum nicht? Weil Gegenstimmen nicht möglich sind. Nur eine solche hätte ich guten Gewissens abgeben können und zwar für jede der etablierten Parteien von Rechts bis Links. Weil jede mit ihrem Programm mit all ihrer Macht das vorhandene System (das ihre Anführer ohne Skrupel als bestmögliches ausrufen und sogar für alternativlos erklären) verteidigen und befestigen will. Es kann aber nur darum gehen, dieses System zu destabilisieren, in dem Einzelne auf Kosten der Gemeinschaft leben, das existenzielle Konflikte ohne Ende produziert und inzwischen die Bedingungen für alles Lebendige auf dem Planeten zusehends verschlechtert.

Und dieses System ist nicht reformierbar. Wunden lecken oder Pflaster kleben hilft NICHTS!

Allerdings, bin ich sicher, kann es von innen heraus, mit kollektiver Vernunft, gewaltlos zum Besseren verändert werden. (Mindestens so lange aber wird Gewalt, die in der Natur des Menschen begründet ist, immer wieder aus Getäuschten, Gedemütigten und Verzweifelten hervorbrechen.)

In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal eine Partei, die gut wählbar ist. Einmal, weil sie sich aus keiner Ideologie ableitet, keinem ‚Ismus‘ anhängt und nur ein Ziel verfolgt: jeden Menschen mit dem gleichen Anspruch auf Zufriedenheit auszustatten. Zum anderen, weil sie zu existieren aufhört, sobald ihr Ziel erreicht ist. Die Rede ist vom BÜNDNIS GRUNDEINKOMMEN, dem derzeit keine andere etablierte Partei nennenswerte Aufmerksamkeit schenkt.

Das BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN ist aber eine beachtliche und jetzt in Reichweite gekommene Möglichkeit, aus der Sackgasse herauszuführen. In die treibt eine global dominante kapitalistische Ökonomie die Menschheit systematisch hinein. Auch wenn noch keiner weiß, wie diese Möglichkeit auszugestalten ist, kann jeder heute schon nachvollziehen, dass sich mit dieser Grundausstattung für jeden die Schere zwischen Arm und Reich wieder schließen lässt und Gemeinschaften wieder an Stelle egoistisch motivierter Individuen in den Mittelpunkt allgemeinen Interesses rücken.

Dieses Bündnis bekommt meine ZWEITSTIMME.

Meine ERSTSTIMME werde ich vermutlich behalten. Gäbe ich sie ab, müsste sich damit ein deutliches Zeichen gegen ein System setzen lassen, das vor allem das Wohl einer kleinen Elite im Sinn hat und heuchlerisch und verlogen ihre Pfründe verteidigt und die Zukunft von uns allen aufs Spiel setzt. Eine Zeit lang schien die AfD ein Sammelbecken für die zu werden, die davon die Schnauze gestrichen voll haben, aber jetzt schrumpft sie, mit noch geringerer Halbwertszeit als erwartet, zu einem Häuflein tumber Nationalisten zusammen, das sich von den „America first“- oder „Europe first“- oder „Germany first“-Rufern nicht unterscheidet.

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