Wohin die Reise geht?

Das weiß – zum Glück! – noch niemand. Aber Anzeichen und Prognosen gibt es im Überfluss, sogar Wegweisungen – Vorsicht! Am Ende der DDR standen von den drei Buchstaben die zwei letzten in einem erbärmlichen Schatten. Wohin die Demokratie, die im heutigen Landesnamen erst gar nicht auftaucht – seitdem gekommen ist, wird deutlich, wenn der Souverän, das Volk, eine AfD erfinden muss, um sich noch irgendwo zwischen arroganter Macht und vulgärem Reichtum wiederzufinden.

Die Ursache der AfD ist ein Staatsversagen erster Klasse. Die Ursache der nationalistischen Bewegungen in Europa ist eine Eurokratie, die desinteressierter an den eigenen Völkern noch nie war. Die Ursache für all die Flüchtlingsströme, die immer noch, da bin ich sicher, erst der Anfang sind, ist eine den Globus verheerende Wachstumsökonomie, die die schlimmsten Auswüchse der Kolonialzeit weit übertrifft.

Sie dominiert die Welt auf Zukunftskosten. Sie feiert den Augenblick und hält uns mit falschen Behauptungen hin, mit Reformen, die das Leben mitnichten (v)erträglicher und auf keinen Fall besser machen. Sie tut das einzig mit dem Ziel, erschlichene Besitzstände mit maximaler krimineller Energie auf Kosten einer Allgemeinheit zu bewahren, die sich allerdings nicht mehr so leicht hinters Licht führen lässt. So maßlos über die Verhältnisse, ahnen immer mehr, lässt sich nicht länger leben. Und lange schon gar nicht!

Die Hoffnung ruht auf Lebensweisen, die in diesen Verhältnissen aufkeimen, wie das zarte Pflänzchen einer ruinierten Erde in dem computeranimierten Film „WALL.E“ aus dem Jahr 2008. Urban Priol empfiehlt zum besseren Verständnis unseres gelobten Abendlandes die Lektüre des Romans „Die Insel der Pinguine“ von Anatol France aus dem Jahr 1908. Besser immer noch, als sich gewisse Gürtel umzuschnallen und unters Volk zu mischen …

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